2016-2017 BVB Transfers

Borussia Dortmund war in der Transferperiode vor der Saison 2016-2017 äußerst aktiv auf dem Transfermarkt. Insgesamt gab der BVB 109,75 Millionen Euro aus für acht neue Spieler auf unterschiedlichen Positionen. Im Folgenden sollen die acht Spieler etwas genauer vorgestellt werden.

André Schürrle

Der Top-Transfer der Dortmunder vor der Saison war die Verpflichtung von André Schürrle. Für eine Ablöse von 30 Millionen Euro kam der 26-jährige deutsche Nationalspieler und Weltmeister 2014 vom VfL Wolfsburg nach Dortmund. Für Wolfsburg spielte der linke Offensivspieler insgesamt eineinhalb Jahre und überzeugte dort voll. In 63 Pflichtspielen für die Wölfe erzielte Schürrle 13 Tore und konnte darüber hinaus auch oft als Vorbereiter glänzen. Bevor Schürrle nach Wolfsburg ging, spielte er zunächst zweieinhalb Jahre beim FC Chelsea in England.

Dort allerdings konnte er sich nie richtig durchsetzen, was wohl auch an dem etwas schwierigen Verhältnis zum damaligen Chelsea-Trainer Jose Mourinho lag. Seine Profikarriere begann der in Ludwigshafen geborene Schürrle im Jahre 2009 beim FSV Mainz 05, wo er damals beim frischen Bundesliga-Aufsteiger zwei Jahre lang mit Top-Leistungen auf sich aufmerksam machte. Bayer Leverkusen konnte ihn dann für eine Ablöse von 8 Millionen Euro verpflichten. In Leverkusen wurde Schürrle ebenfalls schnell zum absoluten Führungsspieler, bevor er die Leverkusener 2013 in Richtung Chelsea verließ für eine Ablösesumme von 22 Millionen Euro. Schürrle ist vor allem dank seiner Schnelligkeit am Ball als guter Konter-Spieler bekannt. Aber auch als effektiver Vollstrecker sowie guter Distanzschütze wird er geschätzt. Der Gewinn der Weltmeisterschaft in 2014 mit Deutschland stellt für Schürrle natürlich den absolut größten Erfolg seiner Karriere dar.

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Mario Götze

Der kontroverseste Transfer der Dortmunder vor der Saison 2016-2017 war sicherlich der von Mario Götze. Der Weltmeister von 2014 spielte bereits in seiner Jugend beim BVB und startete folglich auch seine Profikarriere bei Borussia Dortmund. Dort erzielte der Offensivspieler im Zeitraum von 2009 bis 2013 in 83 Bundesligaspielen 22 Tore und war einer der wichtigsten Spieler des BVB beim Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahre 2011 und 2012. 2013 erreichte Götze mit dem BVB das Champions League-Finale, das man aber gegen den FC Bayern München mit 1-2 verlor.

Zu genau diesen Bayern wechselte Götze für eine Ablöse von 37 Millionen Euro nach der Saison auch, was Götze bei den BVB-Fans zum absoluten Feindbild machte. 2014 folgte der Gewinn der Weltmeisterschaft mit Deutschland, wobei Götze den historisch entscheidenden Treffer erzielen konnte in der Verlängerung des Finales gegen Argentinien. In der Folgezeit allerdings verschlechterte sich seine Position beim FC Bayern. Ihm wurde nach dem Gewinn der WM Faulheit und mangelnde Fitness vorgeworfen. Unter Bayerns Trainer Pep Guardiola spielte Götze zumeist keine Rolle in der Startelf.

Als Teil des Bayern-Kaders gewann Götze aber trotzdem offiziell die deutschen Meisterschaften 2014, 2015 und 2016, was den heute 24-jährigen zu einem fünffachen deutschen Meister macht. Vor dieser Saison durfte Götze nun für eine Ablöse von 22 Millionen Euro wieder zurück nach Dortmund wechseln, auch wenn nicht alle BVB-Fans ihn mit freudigen Armen zurück begrüßten. Götze hat seine Stärken im Offensivspiel, wo er als Allrounder bekannt ist. Er kann sowohl als Stürmer, als auch als Spielmacher oder auf der Außenbahn auftreten.

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Ousmane Dembélé

Ousmane Dembélé kam vor der Saison vom französischen Erstligisten Stade Rennes zum BVB. Der 19-jährige gilt als eines der größten Talente im französischen Fußball. Bei Stade Rennes gelangen dem im Norden Frankreichs geborenen Sohn mauretanischer Einwanderer gleich in seinem ersten Jahr als Profi 12 Tore in 26 Spielen in der französischen Ligue 1. Daraufhin verpflichtete der BVB Dembélé, der mittlerweile auch schon französischer Nationalspieler ist, für eine Ablöse von 15 Millionen Euro. Dembélé gilt als äußerst schneller und dribbelstarker Offensivspieler.

Sebastian Rode

Für 12 Millionen Euro kam Sebastian Rode vom FC Bayern nach Dortmund vor der Saison. Der 26-jährige Mittelfeldspieler begann seine Profikarriere bei Kickers Offenbach, von wo er im Jahre 2010 zu Eintracht Frankfurt wechselte. In Frankfurt entwickelte sich Rode zum absoluten Führungsspieler und kam im Zeitraum von 2010 bis 2014 auf insgesamt 94 Bundesligaspiele für die Frankfurter Eintracht.

2014 folgte dann der Wechsel zum deutschen Rekordmeister nach München. Der FC Bayern bekam den gebürtigen Hessen dabei ablösefrei. In den zwei Jahren in München konnte sich Rode aber unter Trainer Guardiola nie wirklich durchsetzen und kam so nur auf 38 Einsätze, bei denen er meistens nur eingewechselt wurde. Durch den Wechsel nach Dortmund erhofft sich Rode nun wieder mehr Einsätze in der Startelf. Mit dem FC Bayern wurde Rode 2015 und 2016 u.a. deutscher Meister.

Raphaël Guerreiro

Ebenfalls 12 Millionen Euro überwies Borussia Dortmund nach Frankreich, zum französischen Erstligisten FC Lorient. Von dort kam der frischgebackene Europameister Raphaël Guerreiro zum BVB. Guerreiro spielte für Portugal bei der Europameisterschaft 2016 in fünf der sieben Spiele von Anfang an, so auch beim erfolgreichen Finalsieg gegen Gastgeber Frankreich. Davor spielte der in Frankreich geborene 22-jährige vier Jahre lang in Frankreich, zunächst ein Jahr lang bei Caen und danach drei Jahre lang bei Lorient. Guerreiro ist als Defensiv-Allrounder bekannt, fühlt sich aber v.a. auf der linken Abwehrseite wohl.

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Marc Bartra

Marc Bartra kostete den BVB 8 Millionen Euro. Der 25-jährige Spanier bzw. Katalane spielte zuvor seit seiner Jugend beim FC Barcelona, wo er auch in der weltbekannten Fußballakademie “La Masia” ausgebildet wurde. Da der Innenverteidiger aber in Barcelona kaum Aussichten auf einen Stammplatz hatte, wechselte er nun nach Dortmund, wo er sich mehr Einsatzzeiten verspricht.

Emre Mor

Ganze 7 Millionen Euro zahlten die Dortmunder für Emre Mor. Der 19-jährige in Dänemark geborene Türke kam vom dänischen Erstligisten FC Nordsjealland. Mor gilt als das größte Talent im türkischen Fußball und stand bereits als 18-jähriger im türkischen Kader bei der diesjährigen EM in Frankreich. Mor ist vor allem als flinker und dribbelstarker Offensivspieler bekannt. Sein großes Idol ist der vierfache Weltfußballer Cristiano Ronaldo.

Mikel Merino

Für Mikel Merino überwies der BVB 3,75 Millionen Euro nach Pamplona, wo der spanische Erstliga-Aufsteiger CA Osasuna beheimatet ist. Dort wurde Merino geboren und begann seine Profikarriere im Jahre 2014. In den zwei Jahren danach stieg der heute 20-jährige Spanier schon als Teenager zum absoluten Führungsspieler auf und war maßgeblich beteiligt am Aufstieg von Osasuna. Der zentrale Mittelfeldspieler hat seine Stärken zwar vor allem im defensiven Bereich, besitzt dabei aber durchaus auch Offensivqualitäten.

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