BVB Dortmund; Titel, Tränen und Triumphe

Einer der erfolgreichsten Vereine in der Geschichte des deutschen Vereinsfußballs stammt aus dem Ruhrgebiet. Seit Gründung vor mehr als einhundert Jahren feierte Borussia Dortmund gewaltige Triumphe. Acht Meisterschaften und drei Pokalsiege wurden auf nationaler Ebene errungen. Durch den Gewinn der Champions League und des Europapokals der Pokalsieger war der BVB auch international sehr erfolgreich. Die gelb-schwarzen Fans erlebten aber auch Jahrzehnte des Niedergangs.

BVB Titel: Frühe Erfolge des Vereins

Der BVB entstand bereits 1909. In den ersten Jahren war der Verein ein erfolgreicher Neuling. Es folgten zwei Aufstiege, sodass der BVB bald in der höchsten Spielklasse des Ruhrgebiets spielte. Während der dunklen Jahre des Nationalsozialismus wurde der Verein mehrmals Vizemeister der Gauliga. Die damalige Jugendabteilung war noch erfolgreicher. So gewann die A-Jugend 1939 die Westfalenmeisterschaft, um im Anschluss sogar westdeutscher Meister zu werden. Nach Kriegsende wurde der Spielbetrieb schnell wieder aufgenommen. In der zweiten Saison der Nachkriegszeit erzielte der BVB den bis dato größte Vereinserfolg.

Beim Spiel um die Westfalenmeisterschaft wurde der Lokalrivale Schalke 04 in einem Fußballkrimi mit 3:2 besiegt. Das Spiel vom 18. Mai 1948 leitete die Wende ein. Durch den Titelgewinn brach der BVB die Vormachtstellung der Mannschaft aus Gelsenkirchen zum ersten Mal. In den folgenden Jahren gewann der BVB mehrmals die Oberliga West. 1955 wurde die Mannschaft um den damaligen Erfolgstrainer Helmut Schneider zum ersten Mal deutscher Meister. Im folgenden Jahr konnte der BVB diesen Titel erneut erringen. Danach erreichte Dortmund zwar das Finale, verlor aber beide Spiele.

BVB Titel: Weitere Siege des BVB

Nach einem weiteren Meistertitel, 1961, spielte der BVB ab 1963 in der neuen Fußball-Bundesliga. Die Dortmunder wurden schnell zum gefürchteten Gegner, der bald um Titel kämpfte. 1965 konnte der nächste Erfolg gefeiert werden, als die Mannschaft zum ersten Mal den DFB-Pokal gewann. Wenig später wurde der der bis dahin größte internationale Sieg errungen. Nachdem der BVB die Elf von Atlético Madrid und die Mannschaft von Titelverteidiger West Ham United besiegt hatte, wurde auch der FC Liverpool geschlagen. So war der BVB die erste Mannschaft aus Deutschland, die den Europapokal der Pokalsieger gewinnen konnte.

Bald darauf begann eine bittere Phase. Durch den Verkauf von Leistungsträgern sank das spielerische Niveau der Mannschaft. So folgte 1972, als Roland Emmerich oder Wolfgang Paul den BVB bereits verlassen hatten, der Abstieg. Im folgenden Jahr erreichte der BVB einen Tiefpunkt, als das Team nur noch vor 1.500 Zuschauern spielte. Es vergingen Jahre, bis dem BVB der erneute Aufstieg in die oberste Liga glückte. Zwar gelang letztendlich der Wiedereinzug, aber die sportliche und finanzielle Lage des Vereins blieb prekär.

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BVB Titel: Triumphe und Tragödien

Zur Spielzeit 1988/89 wurden Talente wie Andreas Möller verpflichtet. Das Team um Trainer Horst Köppel konnte bald neue Titel erringen. Im Finale des DVB-Pokals wurde Werder Bremen mit 4:1 besiegt. Ein erster Erfolg, dem zahlreiche Triumphe folgen sollten. In den 1990er Jahren, die als Beginn der goldenen Ära des Vereins gelten, wurde der BVB mehrmals deutscher Meister. 1995 sicherte sich das Team vor dem damaligen Konkurrenten aus Bremen den Titel. Zehntausende Fans feierten nach 32 Jahren eine neue Meisterschaft.

Die Spielzeit 1995/96 endete mit einer weiteren Meisterschaft. In der folgenden Saison, einer der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte, wurde der BVB auf nationaler Ebene nur Dritter, erreichte aber das Finale der Champions League. Im Olympiastation von München wurde Juventus Turin geschlagen. Bis heute erinnern sich Fans an den Fernschuss von Lars Ricken, der aus 30 Metern für die Entscheidung sorgte. Mit einem 2:0 über Cruzeiro Belo Horizonte konnte das das Team im folgenden Jahr sogar den Weltpokal gewinnen.

Es folgten Investitionen in neue Spieler, die sich nicht bezahlt machten. Zwar wurden damals mehr als 80 Millionen DM ausgegeben, allerdings spielte der BVB schon in der Saison 1999/2000 gegen den Abstieg. Nur unter größten Mühen konnte das Trainergespann um Udo Lattek und Matthias Sammer die Katastrophe verhindern. In den folgenden Jahren waren aber gute Tabellenplatzierungen möglich, sodass die Dortmunder neue Talente wie Jan Koller oder Márcio Amoroso binden konnten. Durch diese Investitionen gewannen die Dortmunder im Jahr 2002 ihre sechste Vereinsmeisterschaft.

BVB Titel: Meisterschaften und Pokalsiege

Der aufwendige Umbau des Stadions hatte finanzielle Lücken hinterlassen, die in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Senkung des Etats führten. Außerdem verließen mit Spielern wie Dedê wichtige Stützen des Teams den BVB, sodass der Verein sich nicht mehr an der Spitze der Bundesliga behaupten konnte. Ein Tiefpunkt war gegen Ende der Saison 2006/07 erreicht, als der Verein die Spielzeit mit dem schlechtesten Gesamtergebnis der letzten 20 Jahre beendete. Dafür war der BVB im DFB-Pokal erfolgreicher. Erstmals seit 1989 zogen die Dortmunder in das Finale ein, mussten sich in Berlin aber den Münchenern geschlagen geben.

Es war der frühere Mainzer Cheftrainer Jürgen Klopp, der eine neue Mannschaft formte. Dieses hungrige Team, von dem nur Torhüter Roman Weidenfeller älter als 25 war, wurde zur dominierenden Elf der Bundesligasaison 2011/12. Schon am 32. Spieltag konnte sich das Team um Klopp die bislang siebte Meisterschaft sichern. In der folgenden Saison gewann der BVB ebenfalls diesen Titel. Zugleich stellte die Mannschaft mit 82 Punkten einen neuen Rekord in der Bundesliga auf. In dieser Erfolgssaison dominierten die Dortmunder auch im DFB-Pokal. Durch das 5:2 gegen Bayern München konnte die Borussia beide Titel gewinnen.

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BVB Titel: Vom Double in die Gegenwart

Die Bayern blieben auch in den folgenden Jahren der größte Konkurrent der Dortmunder, für die es nur noch zum zweiten Platz reichte. Im Finale der Champions-League und im DFB-Pokal musste sich die Elf ebenfalls geschlagen geben. Dafür siegte der BVB im Supercup, womit wenigstens ein Titel der Spielzeit 2012/13 durch den BVB gewonnen wurde. Im folgenden Jahr erreichte die Mannschaft das Finale des DFB-Pokals, erlitt aber gegen Vizemeister VfL Wolfsburg eine bittere Niederlage.

Im Anschluss verließ Jürgen Klopp das Team. Den Neuaufbau nahm ab 2015 Thomas Tuchel in Angriff. In der ersten Saison des Trainers wurde der BVB immerhin Vizemeister und zog erneut ins Pokalfinale ein. In den kommenden Jahren möchte Tuchel endlich an die Tabellenspitzen vordringen. Der Einzug in die Endrunden der internationalen Wettbewerbe wird angestrebt. Der BVB konnte dann an frühere Erfolge anknüpfen, sodass neue Titel hinzukommen.

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