Das Revierderby

Insgesamt 171 Begegnungen, tosende Emotionen von Fans der größten Fußballclubs Westfalens – das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 wird in Deutschland als “Mutter aller Derbys” bezeichnet und ist weit mehr als ein Fußballspiel.

89 Revierderbys fanden alleine in Deutschlands erster Liga statt – erstmalig im Jahre 1963, dem Gründungsjahr der Bundesliga. Während der BVB nur eins der letzten sieben Spiele verlor und nach zwei aufeinanderfolgenden Heimsiege in der Bundesligabilanz gegen Schalke führt, sind die letzteren auswärts in Dortmund sehr stark und konnten 11 von 42 Spielen in den letzten 17 Jahren gewinnen.

Beide Mannschaften spielten 22 Mal zu Null, 9 Begegnungen gingen sogar torlos aus – Bundesliga Rekord. Es geht aber auch anders, wie die Borussia aus Dortmund mit zwei 6:2 Siegen in den Jahren 1964 und 1966 eindrucksvoll bewies.

Alles in allem ist die Bilanz aber ausgeglichen, wenn auch Dortmund 2007 das vielleicht wichtigste Spiel gegen die Gelsenkirchener für sich entscheiden konnte und ihnen so die sicher geglaubte Meisterschaft vermasselte.
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BVB Dortmund – Schalke 04 – Rivalität

Seit den 70er Jahren herrscht eine ausgeprägte Rivalität zwischen den beiden Vereinen, die unter anderem auf die geografische Nähe zurückgeht. Diese führt zu einem häufigen Aufeinandertreffen der Anhänger im Alltag, was Spannungen vor und nach den Derbys zur Folge hat.

Die angesprochene Rivalität ist in den letzten Jahren historisch gestiegen. So stuft die Polizei das Revierderby mittlerweile als “Risikospiel” ein und warnt im Vorfeld jeder Begegnung vor Ausschreitungen, zu denen es häufig während der Derbys im Ruhrpott kommt. Pyrotechnik, Gewalt, Sachbeschädigungen – die üblichen Verdächtigen. Besonders schlimm kam es in den Jahren 2012 und 2013. Riesige Pyrowalzen und Schlägertrupps verursachten mehrmals fast den Abbruch der Spiele, sogar der DFB ermittelte gegen BVB – Ultras.

Aber auch vor dem Anpfiff kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen und Provokationen beider Fangruppen. So werden beispielsweise Sonderzüge beschädigt, Fans mit Pyrotechnik empfangen und Polizisten mit Flaschen beworfen.

Um dies zu verhindern, ergreift die Polizei Sicherheitsmaßnahmen, wie beispielsweise die Trennung der Fans bei An- und Abreise und Pufferbereichen zwischen den Fanblöcken. 2015 ließ die Dortmunder Polizei zum 87. Bundesliga- Revierderby sogar nur 4000 Schalker Fans zu, worauf diese mit Boykott reagierten.

Trotz aller Rivalität wünschen die Fans beider Mannschaften einander jedoch nicht den Abstieg, da sich Anhänger wie Spieler auf das zweimal pro Saison ausgetragenen Revierderby freuen.

Historie der Revierderby

Bereits Mitte der 1920er fand die erstmalige Begegnung beider Mannschaften statt, die ersten Spiele auf höherem Niveau erfolgten jedoch erst ab 1936 in der Gauliga, in denen der BVB gegen den zu dieser Zeit dominierenden Schalke 04 allerdings lange chancenlos blieb.

Dies änderte sich jedoch ab 1947 in der Oberliga West, als Dortmund in den darauffolgenden Jahren Schalke von der Spitze ablösen und sogar in der “ewigen Tabelle” Platz eins vor den Gelsenkirchenern belegen konnte.
Seit dieser Zeit, in der das Revierderby seinen Ursprung hat, wechselten sich die Zeiten der Erfolge weitestgehend ab, wobei der BVB in den 1960er sowie in den 1990er Jahren an der Spitze des deutschen Fußballs stand und auch um 1980 stärker als S04 war. Aber auch die Schalker hatten Phasen, in denen sie bessere Platzierungen als ihr engster Konkurrent aufweisen konnten.

In der Bilanz aller jemals gespielten Revierderbys liegt Schalke mit 67 Siegen knapp vor dem BVB, der 60 Mal gewinnen konnte. 43 Mal gingen die Spiele unentschieden aus.

Die meisten Siege im Revierderby erlebte für Dortmund Michael Zorc (10), die meisten für Schalke Klaus Fichtel (9), der ebenfalls mit 24 die meisten Derbyeinsätze verzeichnet.
Trotz etwaiger Dominanz durch einen der beiden Vereine stellen die Revierderby- Partien ein Highlight für die Fans dar, die wie keine anderen die Stadien füllen und für mächtig Stimmung sorgen.
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Historische Spiele

Wenn Schalke auf Dortmund trifft, gibt es fast immer etwas zu erzählen. So gibt es eine Reihe von historischen Begegnungen der beiden Rivalen. Hier ein paar Beispiele.

1947, Die Geburtsstunde der Rivalität im Revierderby
BVB-Schalke 3:2
Ein unangenehmes Spiel für die bis dahin lange Zeit dominierenden Schalker: Nach dem Siegtor durch Heribert Sandmann kurz vor Schluss verfehlte Schalke erstmals nach Jahren die Westfalenmeisterschaft. Aus Verärgerung über diese bittere Niederlage boykottierten die Schalker sogar die anschließende Siegerehrung.

Saison 1963/64, Das erste Bundesligaduell
BVB-Schalke 1:3
Das erste “Ruhrderby” in der Premierensaison der Bundesliga konnte der FC Schalke 04 für sich entscheiden. Lange sah es allerdings nach einem Sieg des BVB aus, die früh in Führung gingen und die besseren Chancen hatten. In der 2. Halbzeit gelang es den Königsblauen jedoch auf sensationelle Weise, das Spiel zu drehen.

Saison 1985/86, Sechs Schalker Tore nach Seitenwechsel
BVB-Schalke 1:6
Trotz Schwäche der beiden Rivalen in dieser Saison kam es zu einem kuriosen Spiel. Wieder ging Dortmund in der ersten Halbzeit in Führung, wieder drehte Schalke das Spiel in der zweiten Halbzeit – dieses Mal sogar mit 6 Toren!

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