Im Estádio da Luz in Lissabon fand das erste deutsch französische Halbfinale der diesjährigen Champions League, zwischen RB Leipzig und Paris Saint Germain, statt. Das außergewöhnliche an den diesjährigen Halbfinals ist außerdem, dass kein Team aus England, Spanien oder Italien daran teilnimmt und drei deutsche Trainer mit ihren Mannschaften antreten.

Bei den Leipzigern, die hochkonzentriert gegen Atletico Madrid auftraten, spürte man die Nervosität. Schon in der 7.Minute zappelte der Ball das erste Mal im Kasten von RB, nach einem katastrophalen Fehler im Aufbauspiel. Der Treffer wurde allerdings aufgrund eines Handspiels von Neymar nicht gegeben.

Die Leipziger fanden nicht zu ihrem Spiel und die Pariser wurden von Minute zu Minute stärker. In der 13.Minute sorgte Marquinhos, mit einem Kopfball nach Neymar Freistoß, für das 1:0. Danach wirkten die Bullen noch verunsicherter und Paris erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Di María traf dann in der 42.Minute zum 2:0 Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel versuchte RB auf den Anschlusstreffer zu spielen, doch erneut war es ein individueller Fehler der früh für die Entscheidung sorgte. Mukiele ging an der Grundlinie zu Boden und die anschließende Flanke von Di María fand Bernat im Sechzehner, der problemlos das 3:0 in der 56.Minute erzielte.

Die Leipziger machten danach zwar weiter das Spiel, allerdings wurde nur Paris mit ihren Kontern gefährlich und hätte das Ergebnis noch höher schrauben können. Thomas Tuchel steht nun im Finale mit seinen Parisern und wird morgen gespannt das Ergebnis der Bayern gegen Lyon abwarten, die den Finalgegner ausspielen.