Die Bundesliga-Saison 19/20 sollte eine andere werden als die der letzten sieben Jahre. Diesmal gab es einen Konkurrenten für den FC Bayern, der offensiv davon sprach, Deutscher Meister werden zu wollen. Dieser Konkurrent hieß Borussia Dortmund, dessen Kader auch keine kleinere Zielsetzung zuließ. Es sollte also eine ganz besondere Spielzeit werden, doch was dann geschah übertraf diese Erwartungen bei weitem.

Ausgangssituation zum Angriff auf die Bayern

Zu beginn der Saison waren die Augen auf die Borussia aus Dortmund gerichtet, die sich nach einem heißen Transfersommer mit den Transfers von Thorgan Hazard, Mats Hummels, Nico Schulz und Julian Brandt verstärkten. Auch die zweite Reihe schien gut aufgestellt wie, Leipzig mit Timo Werner und Dayot Upamecano, Bayer Leverkusen mit Kai Havertz oder auch Borussia Mönchengladbach mit ihrem ausgeglichenen Kader.

Die Münchner waren allerdings nicht untätig und verstärkten sich ebenfalls mit zwei Neuzugängen in der Abwehr (Hernandez & Pavard) und präsentierten mit Philippe Coutinho einen Weltstar, der für ein Jahr vom FC Barcelona ausgeliehen wurde.

Turbulente Hinrunde für den Titelfavorit

Im Auftaktspiel sorgte die Hertha aus Berlin gleich für die erste Überraschung der Saison, indem sie den Bayern aus der Allianz Arena einen Punkt entführten. Der schon in der vorherigen Saison oft kritisierte Bayern Trainer Nico Kovac, musste daher schon früh um seinen Job bangen, da er es nicht schaffte der Mannschaft einen individuellen Stil zu verpassen. Den Gnadenstoß versetzte ihm dann sein ehemaliger Verein Eintracht Frankfurt, wo die Münchner mit 5:1 am 10. Spieltag untergingen.

Daraufhin übernahm Hansi Flick den Cheftrainerposten, direkt eine Woche vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund. Der Tabellenführer zu dieser Zeit hieß Borussia Mönchengladbach, die durch attraktiven Fußball, zurecht für ein ungewohntes Bild in der Tabelle sorgten.

Hans im Glück belebt das Bayern Spiel

Der Showdown mit dem BVB, eine Woche nach dem Debakel in Frankfurt, hätte für Flick nicht besser Laufen können. Mit einem furiosen 4:0 in der Allianz Arena wurde der BVB zurück nach Dortmund geschickt und die Bayern erneuerten damit die Diskussionen über Mentalitätsprobleme bei der Borussia. Mönchengladbach konnte den Druck an der Spitze auch nicht bis zum Ende standhalten und ließ RB Leipzig zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Herbstmeisterschaft gewinnen.

Erneute Shopping Tour des BVB

Um die Mentalitätsprobleme in den Griff zu bekommen, legte man bei BVB durch die Transfers von Emre Can und Erling Haaland nach. Der Norweger Haaland hatte sich durch seine Champions League Auftritte auf die Liste der ganz großen Clubs geschossen, doch die Dortmunder konnten ihn letztendlich von einem Wechsel von Salzburg ins Ruhrgebiet überzeugen. Angekommen machte er auch genau dort weiter wo er bei Salzburg aufgehört hat, mit dem Tore schießen. In seinen ersten sechs Spielen traf er neun Mal!

Gewohntes Bild in der Rückrunde

Am 20. Spieltag hatte die Tabelle dann wieder ihren gewohnten Spitzenreiter. Leipzig verlor ihre Leichtigkeit und ließ unnötig Punkte liegen, die Münchner hingegen wurden durch Lewandowski von Sieg zu Sieg geschossen.

 Eine Pandemie sorgt für Geisterspiele

Nach dem 25. Spieltag kam es dann aufgrund der Corona Pandemie zu einer gut acht-wöchigen Pause.

Anschließend wurden zum ersten Mal in der Bundesliga Geschichte alle verbleibenden Spiele, unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Den sogenannten Restart meisterten auch die Bayern am besten und krönten sich unter diesen besonderen Bedingungen zum 30. Deutschen Meister.

Dortmund, Leipzig und Mönchengladbach belegten die Plätze dahinter und qualifizierten sich damit für die Champions League 20/21. In der Europa League dürfen im nächsten Jahr Leverkusen Hoffenheim und Wolfsburg starten, wohingegen für Düsseldorf und Paderborn das Abenteuer Bundesliga endet.