Blick aus der Kommentatorenkabine. Bayarena, Deutschland 2020

Bayer Leverkusen bekam es am ersten Spieltag mit dem OGC Nizza zu tun, in einer sehr leichten Gruppe, wo der Gruppensieg Pflicht ist. In der Liga stehen die Leverkusener nicht wirklich da wo man sich das vorstellt, daher kann man die Spiele gegen die Europa League Gegner nutzen, um etwas mehr in den Spielfluss zu finden. Den OGC Nizza findet man in der französischen Liga momentan auf dem vierten Platz und man konnte aus sieben Spielen 13 Punkte einfahren.

Bayer lässt nach gutem Anfang nach

BayArena in Deutschland
Александр Осипов from Ukraine, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons – cropped

Bei ungemütlichen Herbstwetter nahmen die Gastgeber sofort die Kontrolle an sich und legten sich den Gegner zu Recht. In der 11.Minute konnten die Leverkusener den ersten Treffer durch Amiri bejubeln. Nizza verteidigte bis zum 1:0 recht gut, konnte diesen Gegentreffer dann allerdings doch nicht verteidigen. Etwas überrascht von dem Gegentreffer ließ die Konzentration in der Verteidigung etwas nach und Bayer bestrafte das sofort. Schon in der 16.Minute erhöhte Lucas Alario sehenswert auf 2:0, als er den Ball unter die Latte knallte. Von Nizza kam in der 1.Halbzeit kaum ein Angriff auf das Leverkusener Tor, doch da sich Bayer etwas auf der Führung ausruhte, fiel in der 31.Minute durch Gouiri überraschend der Anschlusstreffer. Die Werkself verkraftete den Gegentreffer nicht gut und hätte kurz vor der Halbzeit fast noch den Ausgleich kassiert. Der Pausenpfiff kam daher zu einem guten Zeitpunkt, um sich wieder zu sammeln und mit klarem Kopf zurück ins Spiel zu finden.

Leverkusen in der 2.Halbzeit eiskalt

Nach Wiederanpfiff sah man, dass die Leverkusener die Gäste ernster nahmen und man setzte sie sofort unter Druck. Durch Diaby konnte Bayer in der 61.Minute dann auch das 3:1 erzielen. Im Gegensatz zur ersten Hälfte ruhte sich Leverkusen allerdings nicht auf der zwei Tore Führung aus. In der 79.Minute begann dann ein wahres Schützenfest mit vier Toren in elf Minuten. Zuerst trafen zwei Mal Bellarabi in der 79. & 83.Minute und einmal Wirtz in der 87.Minute zum 6:1, bevor Nizza noch einen Treffer zum 6:2 durch Claude-Maurice in der 90.Minute erzielen konnte.

Der Sieg war für Leverkusen hochverdient und kostete nicht viel Kraft. Nächste Woche reist die Werkself dann zu Slavia Prag, die ihr Spiel gegen Be’er Sheva 3:1 verloren. In der Liga wartet aber erst noch der FC Augsburg auf die Leverkusener.